Abenteuer
Die Flucht - Teil 3 von 4

Tshenja'Nat verfolgte seine Pläne in Gedanken in die Zukunft. Er sah den gewaltigen Turm des Leuchtenden Hortes zerbröckeln und zusammenbrechen. Jegliches verachtete Tier, jeder seiner Bastarde und deren Sippen, in Jahrzehnten entstanden, abtrünnige Drachen und Wesen, die er in den Abgründen der Welt gefunden hatte, standen unter seiner Gefolgschaft gegen alles Herrschende auf diesem Kontinent auf und fegten sie hinweg.

Untergang und Chaos als Gegenwicht zur Waagschale seiner geringsten Schmerzen. Abertausendfacher Tod für die kleinste Schmach, die sie ihn je erleiden ließen.

»Du kennst Deine Aufgabe, meine Tochter?«
»Ja, Herr«, antwortete Feeiel schnell. »Ich werde dem kleinen Mann zur Flucht verhelfen, wie Ihr es wünscht.«

Der Magier nickte wissend. Einmal kurz stampfte er seinen Stab auf dem Boden Zelle auf und erneut wallte Rauch, der ihn einhüllte. Gleich darauf entwich er einem Wirbel gleich zwischen den Gitterstäben hindurch in die Nacht.

Feeiel löste die Fesseln des kleinen Kriegers. Auf der rechten Schulter trug sie ihn zu einer vorbereiteten Schachtöffnung in einem der Kerkergänge. Hutzel Longear verschwand in dem finsteren Schacht beinahe geräuschlos. Feeiel rümpfte die Nase. Eilig erklomm sie eine Treppe, die zu einer der Außenmauern führte, nur weg von dem Gestank! Draußen entblößte ein gemeines Lächeln ihre Fangzähne: Der Aufprall würde den kleinen Mann schon aufwecken!

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Die Flucht - Teil 3
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