Abenteuer
Keinfussabhand - Teil 2 von 4

Leicht wandte Hutzel Longear den Kopf mal hierhin, mal dorthin. Die Verfolger mussten noch weit entfernt sein, denn hören konnte er sie nicht. Er gestattete sich ein Seufzen, was hinter seinem Rücken ein leises Echo fand. Der kleine Krieger dachte sich nichts dabei.

Die Anspannung, die in den letzten Tagen auf ihm gelastet hatte, löste sich mit einem merklichen Zerren seiner Muskeln. Als er die Arme in das Innere des Baumes zurückzog, raschelte er an vertrocknetem Blattwerk vorbei. Wieder entstand das Echo hinter seinem Rücken, ein noch leiseres Rascheln. Hutzel erstarrte - und hörte das Schnaufen!

Der kleine Krieger kannte in dieser Welt vieles, was ihm an Größe gleich kam und trotzdem gefährlich war. Musste sich ein Wesen dieser Art mit ihm in dieser Baumhöhle aufhalten? Musste das sein?! Halb zornig, halb ängstlich wandte er sich geschwind um und blickte in das seltsamste Augenpaar, das er je gesehen hatte. Heißer Atem schlug ihm ins Gesicht und eine rauhe, nachgiebige Schnauze drückte gegen seine Nase.

Hutzel wagte nicht, sich zu bewegen. Er schaute hinauf und hinab. Dieses Wesen war ein wurmartiges Etwas, dessen ausgestreckte Arme ... dessen ausgestreckter Arm sich ihm entgegenstreckte. Das Wesen stand auf ... - der kleine Krieger war sich unschlüssig, was diesem Wesen als Fuss diente. Jedenfalls war es kein Fuss, wie er ihn je gesehen hatte, wenn es überhaupt einer war.

»Hallo?« fragte Hutzel.
Das Wesen fletschte die sehr großen Zähne zur Antwort.
»Verstehst du, was ich sage?« versuchte es der kleine Krieger etwas lauter.

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Keinfussabhand - Teil 2
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