Gesellschaft
Der Odem des Drachen
Nur wer tot ist, kann unsterblich sein.

Diese Volksweisheit trifft nicht nur auf den großen Bänkelsänger Fransinatrus zu, der bereits seit vielen Zyklen tot ist und dessen Weisen immer noch auf den Straßen des Leuchtenden Hortes gesungen werden.

Auch die Anhänger des Odem des Drachen kosten den Tod vor der Unsterblichkeit. Sie nehmen diesen grundsätzlichen Wandel ihres Lebens in Kauf, um am Ende der Zeit ihren Gott von Angesicht zu Angesicht zu schauen. Als Preis winkt uneingeschränkte Macht über alles Lebende. Ihre Leiber werden schöner sein als je zuvor. Sie werden trinken vom Blut ihrer Feinde, sie werden sich laben am Fleisch der Gottlosen. - Kein schöner Gedanke!

Nun, die Götter sind keine Stimmungsmacher und vertrauen sollte man ihnen auch nicht bedingungslos.

Kartun, ein schwarzer, seelensaugender Drache, hat nicht die Absicht am Ende irgendwelcher Zeiten zurückzukehren. Schließlich ist er gar nicht weg. Der Kult ist ein gemeingefährlicher Trick, wie nur ein kranker Gott ihn sich ausdenken kann, damit er ohne Schwierigkeiten an Seelen gelangt. - Nun, zu einem Trick gehören immer zwei: Einer, der ihn anwendet und einer, der auf ihn hereinfällt. Solange das Versprechen von Macht die verschiedensten Wesen der Völker korrumpieren kann, solange wird Kartun ein Festschmaus beschieden sein.


Toubens GerüchteToubens Gerüchte: »Kraft durch Tod? Wenn es das gäbe, hätte Kolra es erfunden! Ja, Ihr erzählt mir von untoten Meuchelmördern, aber wer glaubt denn diesen Unsinn. Ich weiß, wie Tote aussehen. Ich habe sie gesehen in den Strassen des Leuchtenden Hortes, irgendwelche Attentäter, die von der Stadtwache erwischt wurden. Die meuchelten niemanden mehr. Und dann auch noch Giftwolken! Natürlich stinkt so einer, deshalb ist er noch lange kein Untoter. Sehe ich aus wie ein Balg, dass Ihr mir diese Ammenmärchen erzählt?«
Der Odem des Drachen
Religion: Der Odem des Drachen
Volk: Volksübergreifend.
Macht: Tötet die Anhänger und macht sie andererseits unsterblich.
Anzahl: Einige hundert, steigend.
Organisation: In kleinen Gruppen auf mehrere Ansiedlungen und Städte verteilt.
Ausbildung: Erhalten ihre Macht durch den Tod während eines Rituals.
Ausbreitung: Vornehmlich in Materwall und Zorp.
Besonderheiten: Die natürlichen Verfalls-Prozesse machen auch vor den Anhängern dieser Religion nicht halt. Ist ihnen auch die Unsterblichkeit gewiß, bedeutet das nicht, dass sie die Wiederkehr ihres Gottes in bestem Zustand erwarten können. Ihr verhülltes Auftreten hat jedoch nichts mit falscher Scham zu tun. Vielmehr ist es ihre seit Urzeiten vorgeschriebene Tracht in geheiligten Farben.
Mehr Informationen
· Land: Materwall
· Land: Zorp
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