Natur
Zweiköpfiger Ito
Der zweiköpfige Ito ist ein zwar flugfähiger Vogel, hat es aber eingestellt. Beide Köpfe denken nicht wie einer. Bei einem Richtungswechsel in großer Höhe führt solches Verhalten zu gefährlichen Verwirrungen. Noch heute erzählt man sich im Reiche der Dreggen vom großen Ito-Regen während eines Sommergewitters. Unkoordinierter Richtungswechsel in einem eng geflogenen Schwarm hatte zu einem verheerenden Chaos in der Luft geführt. Die Kettenreaktion der Zusammenstösse führte zum kompletten Absturz des Schwarms.

Neben dem Grumpf ist der Ito zu einer der Hauptnahrungsquellen im Reich der Dreggen geworden. Itos machen wenig Arbeit bei der Aufzucht, ja, man muss ihnen nicht einmal die Flügel stutzen, da sie freiwillig auf das Fliegen verzichten. Itos, die es doch versuchten, plumpsten infolge körpereigener Meinungsverschiedenheiten nach wenigen Metern wieder zu Boden.

Die Hauptzuchtgebiete des zweiköpfigen Ito liegen in den Provinzen Materwall und Zorp. Hin zum Meer bevorzugt die Bevölkerung erschwinglichen Fisch, der außerdem besser schmeckt, als das lederne, breiige Fleisch, das der Ito hervorbringt.

Die Verhaltensweisen des Ito, seine zwiespältige Persönlichkeit, hatten einen kulturellen Nebeneffekt im Reich der Dreggen. Nicht lange nachdem der Ito Einzug in die Küchen hielt, erfand ein pfiffiger Schausteller auf dem Gauklermarkt von Halmawat den Do-Ito - eine Teigrolle, gefüllt einerseits mit Fisch, andererseits mit Ito. Diese Geschmacksmischung macht Ito einigermaßen eßbar. (Versuche mit einer Mischung aus Grumpf und Ito verursachten bei Testessern im besten Fall Magengrimmen.)

Das Wort Ito wurde gar zu einem kurzen Fluch im Reiche der Dreggen. Der, dem es gilt, soll im nächsten Leben als doppelköpfiger Vogel wiedergeboren werden.
 
Zweiköpfiger Ito
Mehr Informationen
· Volk: Dreggen
· Tiere: Grumpf


Toubens GerüchteToubens Gerüchte: »Dieser zweiköpfige Ito zeigt die typische Verhaltensweise. Ein Kopf ignoriert den anderen. Dieser Ito ist dennoch eine Besonderheit. Er ist der diesjährige Gewinner des Ito-Zuchtwettbewerbes. Die Richter bewerteten die Form der Hälse als besonders gelungen, Brust und Schenkel in perfekter Form. Bemerkenswert war jedoch, dass dieser Ito eine körpereigene Hackordnung eingeführt hatte. Der rechte Kopf durfte erst fressen, wenn der linke satt war. Eine Erklärung hierfür wurde nicht gefunden, lernt doch jeder Dreggen-Metzger, dass Itos nur einen Magen haben.«
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