Natur
Hausschnecke
So mancher im Reiche der Dreggen liebt die eher bedächtige Fortbewegung. Gar gibt es Personen, die ihr ganzes Leben lang unterwegs sind. Zumeist sind es Händler, die nur einen kleinen bescheidenen Stammsitz ihr eigen nennen und ansonsten das Jahr über mit ihrer Hausschnecke unterwegs sind.

Diese großen Tiere sind recht genügsam und gleiten langsam von Ort zu Ort. In den seltensten Fällen dürfen sie in die inneren Bezirke der Städte, denn sie hinterlassen eine breite Schleimspur. Verständlich auch, dass auf ihnen keine verderblichen Waren wie Nahrungsmittel transportiert werden. Außerdem ist ihr Geruch nicht unbedingt unangenehm, in jedem Fall aber gewöhnungsbedürftig. Ihre Fütterung erledigt sich fast von selbst - sie begnügen sich mit dem, was sie am Wegesrand finden. Ihr Halter hält trotzdem stets Leckereien für sie bereit und lenkt sie damit - einem saftigen Gemüse können sie nicht widerstehen.

Hausschnecken benötigen ein gewisses Maß an Feuchtigkeit. Die Randzonen des Dreggenreiches, besonders das Grenzland, sind somit für sie tabu. In Materwall und Tomcall erblickt man sie dafür häufig.

Ab 20 Zyklen gilt eine Hausschnecke als ausgewachsen. Zu Beginn sattelt ihr neuer Besitzer nur ein kleines Haus auf ihren Rücken, um sie an ein zu tragendes Gewicht zu gewöhnen. Später darf das Haus bis zu einem Viertel ihres eigenen Gewichtes und Größe betragen. Hausschnecken werden sehr alt - gute Pflege vorausgesetzt. Es wird berichtet, sie hätten zuweilen die dritte Generation ihrer Besitzer erlebt. Eines werden die Tiere allerdings nie kennen: Treue. Hausschnecken sind sehr dumm. Und obwohl sie acht Augen besitzen, lernen sie nicht, ihren Besitzer zu erkennen. Ihr Geruchssinn ist lediglich auf Pflanzen ausgelegt. Doch Hausschnecken-Besitzer haben gelernt mit diesem Umstand zu leben, denn weglaufen können die Tiere ihnen schließlich nicht.
 
Hausschnecke
Mehr Informationen
· Land: Materwall
· Land: Tomcall


Toubens GerüchteToubens Gerüchte: »Im Hinterland des Leuchtenden Hortes gibt es einzelne Schneckenfarmen. Kolra sei Dank, kam nie jemand auf die Idee, diese schleimigen, glibberigen Tiere essen zu wollen. Auf ihnen reisen möchte ich nicht. Dafür habe ich keine Geduld. Mancher Baumeister schätzt ihre Qualitäten und setzt sie bei wirklich großen Projekten als Lasttiere ein.«
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