Natur
Sladsch
Das Sladsch ist ein gedrungenes, langsames Kraftpaket. Die Sladsch sind zumeist in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren im Grenzbereich zur unbekannten Einöde unterwegs: Ein Bulle, bis zu drei oder vier Kühe und diverse Jungtiere.
Ein Sladsch ist ein gemütliches Tier. Da es keine natürlichen Feinde besitzt und Revierkämpfe meist nur scheinbare Auseinandersetzungen sind, ist der Trieb zur Angriffslust nur schwach ausgeprägt.
Die Gardan'Gre haben versucht, wenigstens den Bullen ein gewisses Kampfverhalten beizubringen und sind dabei kläglich gescheitert. Einzig zum Transport der Krieger blieb das Tier geeignet. Selbst als Zugtier taugte das Sladsch nicht. Aber die Gardan'Gre machten die Erfahrung, dass ein Sladsch zwar langsam voran kam, jedoch stundenlang ohne Ermüdung laufen konnte. Nachteilig wirkte sich allerdings der ungeheure Appetit eines Sladsch aus. Einem langen Marsch folgte stets auch ein ausgedehntes Weiden. Dabei machten die Tiere keinen Unterschied zwischen Gräsern oder Blättern von Bäumen. Da die Gardan'Gre ebenfalls keine Kostverächter waren und gemäß ihrer Lebensweise nur ein voller Magen gut kämpft, regte sich niemand über die Gemächlichkeit der Tiere auf.

Einen sehr großen Nachteil der Sladsch konnten auch die Gardan'Gre nicht ignorieren. Da Sladsch Pflanzenfresser sind, entstehen während des Verdauungsprozesses auch eine Reihe von Nebenwirkungen. Die unsichtbarste Form dieser Nebenwirkungen ist gleichzeitig auch jene, die den Gardan'Gre am schlimmsten zusetzte: Blähungen. Je nach Windrichtung eilte den Gardan'Gre auf diese Weise nicht nur ihr schrecklicher Ruf voraus. Allerdings ist es eine falsche Legende, dass die Gardan'Gre auf diese Art Schlachten gewonnen hätten, ohne einen einzigen Schwertstreich geführt zu haben.
Die Sladsch beobachteten das Kampfgetümmel stets aus einiger Entfernung sehr teilnahmslos. Sie grasten und ließen sich durch den Lärm nicht aus der Ruhe zu bringen. In den Auseinandersetzungen mit den Dreggen wagten sich selbst die ansonsten furchtlosen Fando nicht an sie heran.

Seit das Volk der Gardan'Gre in seinem ursprünglichen Lebensraum kaum noch vertreten ist, haben sich die Sladsch stark in der Wildnis vermehrt, während sie noch wenige Jahre zuvor mehrzählig als Nutztiere vertreten waren. Zeitweise wurden sie sogar von den S'Tamone als Plage empfunden, obwohl dieses naturverbundene Volk ansonsten sehr respektvoll mit seinem Lebensraum umgeht. Als verschiedene Sladsch-Herden in den Wintermonaten in der Umgegend um das Lager der S'Tamone weideten, wurden die aufsteigenden Gerüche selbst dem friedfertigen Naturvolk zu viel. Innerhalb von Tagen trieben sie die Tiere in die Niederungen um den Mons Ito, weit genug entfernt, ohne befürchten zu müssen, dass die Tiere zurückkehren würden.

Die besonderen Merkmale eines Sladsch, neben seines aufdringlichen Geruchs und der runzligen Haut, die ihnen bereits bei ihrer Geburt zueigen ist, werden ergänzt durch ihre brüllenden Grunzlaute, die sie stets anstimmen, wenn sie im Dickicht nach Nahrung suchen. Es ist zweifelhaft, ob sie befürchten, sich im dunklen Wald gegenseitig zu verlieren, denn dazu legen sie dank ihrer Masse einfach zu viel Unterholz um. Ein Dickicht, das die Sladsch betreten, ist binnen kurzem keines mehr. Vielleicht gefällt es ihnen einfach nur, laut zu sein.
Sladsch
Mehr Informationen
· Volk: Gardan'Gre
· Gott: Gott Gre
· Land: Grenzland
· Ort: Die Statuen des Gre
· Tiere: Fando


Toubens GerüchteToubens Gerüchte: »Du Sladsch! - Nein, nein, macht Euch keine Sorgen. Euch meine ich nicht. Seit die Gardan'Gre müffelnd gegen unsere Krieger in die Schlacht zogen, ist der Name dieser Tiere bei uns zu einem Schimpfwort geworden. - Und es ist absolut falsch, dass mir dieser Name in meinem Viertel anhängen soll! Niemand hat mich je einen Sladsch genannt und niemand wird es je tun. - Es sind Kinder, die es mir manchmal hinterher rufen, aber es sind eben Kinder und Kinder können nun einmal grausam sein. Auch ich habe ein Herz, glaubt mir.«
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